Steckertypen: Typ 2, CCS, CHAdeMO und Schuko

Die Steckerfrage klingt komplizierter, als sie ist. In Deutschland sind vier Anschlüsse relevant, und die Verteilung im Ladesäulenregister ist eindeutig: Typ 2 kommt rund 130.000-mal vor, CCS rund 54.000-mal, alles andere ist Randerscheinung.

Typ 2 – der Standard für Wechselstrom

Der siebenpolige Stecker, oft nach dem Hersteller Mennekes benannt, ist an öffentlichen Säulen meistens als Steckdose ausgeführt. Das eigene Ladekabel gehört dann in den Kofferraum. Seltener, aber bequemer ist die Fahrzeugkupplung: ein fest angeschlagenes Kabel an der Säule.

Unsere Standortlisten unterscheiden beide Bauformen, weil der Unterschied im Alltag zählt – wer ohne Kabel losfährt, steht sonst vor einer Steckdose, die er nicht nutzen kann.

CCS – der Standard für Gleichstrom

CCS erweitert den Typ-2-Stecker nach unten um zwei dicke Leistungskontakte. Das ist der Grund für seinen Erfolg in Europa: Am Fahrzeug genügt eine Ladebuchse für beides. Alles, was heute neu gebaut wird und schnellladen kann, kann CCS.

CHAdeMO – auf dem Rückzug

Der japanische Gleichstromstandard hat in Europa an Bedeutung verloren. Neue Standorte bekommen ihn kaum noch. Wer ein älteres Fahrzeug japanischer Bauart fährt, sollte vor längeren Strecken gezielt prüfen, ob unterwegs noch CHAdeMO angeboten wird.

Schuko – die Notlösung

Die gewöhnliche Haushaltssteckdose findet sich an manchen Säulen als Zusatz. Mit gut 2,3 Kilowatt ist sie für ein Auto keine ernsthafte Option: Eine volle Ladung dauert über einen Tag, und Dauerlast über Stunden überfordert ältere Hausinstallationen. Für E-Bikes und Roller ist sie dagegen genau richtig.

Was ist mit Tesla?

Tesla verwendet in Europa seit Jahren Typ 2 und CCS – einen eigenen Steckertyp gibt es hier nicht. Die Frage ist nicht der Stecker, sondern ob ein Supercharger-Standort für Fremdmarken geöffnet ist. Das entscheidet der Betreiber je Standort.